Geschichte des Festes

Wie "Sepperl" entstand...

Da der Krieger- und Veteranenverein Waldzell Geld für verschiedene Anlässe benötigte (beispielsweise Kauf der Uniformen), organisierte dieser unterschiedliche Veranstaltungen. Nach anfänglichen Festen wie die Silvesterbälle, kamen die Mitglieder des Vereines bei einer Ausrückung auf die Idee, eine größere Veranstaltung zu planen.

Als geeigneter Ort wurde ein zuvor aufgelassener Bauernhof angesehen, der sich ein wenig außerhalb des Ortes befindet.

Dazu benötigte der Verein die Berechtigung der Eigentümerin, in diesem Gebäude eine Veranstaltung abhalten zu dürfen. Zu Beginn schien es, als würden die Verhandlungen scheitern, doch durch das Engagement des gesamten Vereines konnte wurde die Eigentümerin doch noch überzeugt und das erste Fest, dass zu dieser Zeit noch den Namen „Ein Abend am Bauernhof“ trug, konnte stattfinden.
Der Bauernhof befand sich in einem baulich schlechten Zustand. Mit Hilfe der gesamten Mitglieder wurden Renovierungs- und Umbauarbeiten am Gebäude vorgenommen. Es wurden Bühnen, Bars, Überdachungen, Stiegen usw. errichtet.

Bei der ersten Veranstaltung, die im Jahre 1975 stattfand, wurde nur ein kleiner Teil des Bauernhofes verwendet. Der Verein war über den hohen Besucherandrang von 1200 Personen sehr überrascht. In Folge wurde Jahr für Jahr der gesamte Bauernhof für die Veranstaltung um- und auch ausgebaut. Kühlanlagen, neue WC-Anlagen wurden errichtet und für die Wasserversorgung wurde ein eigener Brunnen erbaut.

In den folgenden Jahren wurde die Veranstaltung immer beliebter, die Besucher aus dem ganzen Innviertel wurden durch die Einzigartigkeit der Veranstaltung anlockte.


Immer bekannter wurde auch das legendäre „Vorglühen am Parkplatz“. Im Laufe der Jahre stiegen die Besucheranzahlen, aber besonders jene, die den Parkplatz besuchten. Verschiedene Unfälle, schwere Verletzungen die Besucher am Parkplatz erlitten und hohe Kosten, die durch die Müllentsorgung entstanden, veranlassten den Verein, diesen zu verbieten. Mithilfe der Polizei gelang es ihnen, den Parkplatz 2007 endgültig abzuschaffen, wodurch sich die Besucherzahlen enorm reduzierten.

Viel Organisations- und künstlerisches Talent bewies eine Gruppe der Maturaklasse der HAK Ried i.I., darunter die Waldzellerin Martina Machl. Zusammen mit einigen Vertretern des Krieger- und Veteranenvereins Waldzell gestalteten sie ein sehr gut gelungenes Maturaprojekt. Schwerpunkt war die Gestaltung einer Website für das Fest "Ein Abend am Bauernhof". Die anwesenden Vertreter unseres Vereines, darunter auch der Präsident des OÖ.-Kameradschaftsbundes, Ing. MMag. Günther Rozenits, waren von der Präsentation begeistert.

Unter dem Namen „Sepperl a da Hoad“ wurde die Veranstaltung im letzten Jahr abgehalten.

 

Als dann auch noch Paralellveranstaltungen in der näheren Umgebung abgehalten wurden, hat der Vereinsvorstand beschlossen, dass es dieses Fest - zumindest in dieser Form - nicht mehr geben wird.