Die Urgeschichte des Krieger- und Veteranenvereins stammt bereits aus der Kaiserzeit.
Die Gründung solcher Vereine war eine grundsätzliche, soziale Notwendigkeit.
Gegründet wurde der Verein im Jahre 1874, damals unter dem Namen "Veteranen-Verein Waldzell". Leider - und doch verständlich - gibt es aus dieser Zeit keine Aufzeichnungen. Lediglich die Gründungsfahne, die noch in ausgezeichnetem Zustand erhalten ist, bezeugt diesen Zeitpunkt.

Die ersten Aufzeichnungen stammen aus dem Jahr 1918, hier gleich mit einem Foto:

Der Veteranen-Verein Waldzell um 1918
1. Reihe, von links nach rechts:
Erhart - Roidbauer
Buttinger - Weinberger
Moser - Mesnerin
Moser - Mesner
Huber Eduard - Schuster
2. Reihe, von links nach rechts:
Bubestinger - Tischler
Schrotshammer - Brast
Reif Jakob
Strasser Ignaz - Braster Naz
Seifriedsberger - Rechermacher

Ein weiteres Vereinsfoto wurde 1929 aufgenommen, hier die wortgetreue Erläuterung dazu:


Der Krieger- u.VeteranenVerein Waldzell im Jahre 1929

Vereinsaufnahme vom Jahre 1929

1.Reihe unten von links nach rechts.
Bachmeier Bäckermeister - Gschwantner - Georg Lang Gruberbauer - Mühlberger Mauerer Strass - Hargaßner Brandstötter - Hansbauer - Hansbäurin - Schmidbauer Hof Obmann - Dr. Maierhofer Gemeindearzt - Stranzinger Franz Burgstall - Göttner - Mautnerbauer - Brenner Jocherl Brackenberg - Maier Molkereileiter - Lehner Tischler Strass

2. Reihe von links nach rechts.
Godringerbauer - Walchetseder Schneider Bach - Grundoler Sepp - Stempfl Anton Schneiderpoidl - Andremichl Binder Mathias - Froschauer - Hirsch Hof - Rachbauer Georg Zimmerer Au - Johann Jöchtl Schmid Hof - Meierhofer Häuslmann Ludwig Huber - Schrattenecker Franz Hundspramöcker - Brunauer Michl Krämer Breitwies - Lang Michael Kranowitter - Steinberger Ludwig Holmbauer - Josef Seifried Lias Baumgarten -

3. Reihe von links nach rechts.
Jöchtl Anton Wagner Toni - Gottfried Steinberger Hacksperermüller - Walchetseder Hans Godringerhans - Aigner Au - Baum Max Mauerer - Maier Vorfahrer von Brettbacherschuster - Hattinger Johann Hattingerbauer - Bubestinger Ludwig Gemeindesekretär - Erhart Johann Schachingerhansl - Girhammer - Berghammer Ludwig Neuhauser - Schabetsberger Lenzbauer - Franz Walchetseder Schildorn Goaseder - Reif Alois

4. Reihe, ganz oben, von links nach rechts.
Stieglbauer Sepp - Weber Josef Hochstrass - Steinhofer Schuster - Badegruber Gidingbauer - Johann Lanz Schneidermeister - Steinbacher Mairöckermauerer - Johann Moser Schmiedemeister Waldzell - Seuerer Hans Orgeltreter - Schatzl Johann Schustermeister - Schober Franz Bindermeister - Strasser Dröscherbauer - Spieler Franz Waldberger - Kritzinger Johann Honer .---

Es gab schließlich keine Versorgung für die heimgekehrten Kriegsversehrten oder Kriegerwitwen.

Darüber hinaus waren die Vereinsziele:
- Kameradschaftliche Hilfe
- Aufrechterhaltung kultureller Belangen
- Wohltätigkeitsarbeiten (Spenden für verschiedene Vereine usw..)

Während des zweiten Weltkrieges war die Aufrechterhaltung des Vereines nicht möglich. In den 50iger Jahren setzte sich der bereits verstorbene Gruber (Droschlberger) ein, den Verein wieder ins Leben zu rufen und alte Uniformen, die vor dem zweiten Weltkrieg getragen wurden, wieder zu verwenden.

Erste Protokolle von verschiedensten Sitzungen gibt es aus dem Jahre 1955:

 

Protokoll

aufgenommen bei der am 6. 3. 1955 abgehaltenen Jahreshauptversammlung des Kameradschaftsvereines Waldzell.

Es gelangen folgende Punkte zur Besprechung:

  1. Begrüßung und Eröffnung durch Herrn Mayr.
  2. Geschäftsbericht über das Jahr 1954 durch den Schriftführer.
  3. Kassabericht durch den Kassenführer und überprüfen des Berichtes.
  4. Wahl des Obmannes. – Durch Krankheit kann der langjährige und verdienstvolle bisherige Obmann diese Stelle nicht mehr ausüben und legt sie zurück. Zum neuen Obmann wurde Herr Georg Lang einstimmig gewählt.
  5. Es wurde einstimmig beschlossen, Herrn Altobmann Bachmeier Johann beim 80-jährigen Gründungsfest zum Ehrenmitglied zu ernennen.
  6. Das achtzigjährige Gründungsfest findet am Sonntag, 3. Juli 1955 statt. Die näheren Angaben und Arbeiten obliegen dem Festausschuß.
  7. Wahl des Festausschusses. Es wurden dazu gewählt der Schriftführer Josef Mayr und dessen Stellvertreter Burgstaller, der Obmann Georg Lang, der Bürgermeister Michael Lang, der Herr Pfarrer, sowie die Herren Steinberger, Kirchsteiger, Hofpointner, Stockhammer, Muxeneder und Georg Salhofer.
  8. Es werden – um ein einheitliches Bild beim Gründungsfest zu machen – Schnurhüte gekauft.
  9. Einheben des Mitgliedsbeitrages. Der Beitrag bleibt in gleicher Höhe, nur werden die Mitglieder – in Anbetracht der Ausgaben beim kommenden Fest – ersucht, freiwillig etwas mehr zu geben.
  10. Am Schlusse dankte der neugewählte Obmann des Vereines für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und bat, in Anbetracht des kommenden Gründungsfestes fest zusammenzuhalten, denn es liegt an jeden Kameraden, wenn das Fest ein voller Erfolg werden soll und schloss damit die Jahreshauptversammlung

 

 

PROTOKOLL,

aufgenommen bei der am 2. 3. 1955, bei der Festausschußsitzung des Kameradschaftsvereines Waldzell.

Zur Besprechung gelangen folgende Punkte:

 

  1. Die Festkanzlei wurde für das Gründungsfest großzügigerweise vom Bürgermeister (Bürgermeisterzimmer im Gemeindebau) zur Verfügung gestellt.
  2. Die Abzeichen sind von den Festdamen in der Festkanzlei zu holen.
  3. Als Ordner werden die Herren Goldberger, Maier Alois, Meier Martin, Hargaßner Franz und der alte Lenzbauer ersucht – zu fungieren.
  4. Bezüglich der Einladungskarten soll vorläufig beim Pressverein angefragt werden.
  5. Die Fahnenpatin Strasser (Hansbäurin) spendet die Fahnenbänder, wofür ihr bei einem geeigneten Anlasse gedankt werden wird.
  6. Für die Abzeichen wird der Preis von 3,- S verlangt. (Farbe schwarz – gelb)
  7. Der Zeitpunkt der nächsten Sitzung wird vom Obmann festgelegt.

 

 

Protokoll,

aufgenommen bei der am 21. 4. 1955 abgehaltenen Festausschußsitzung des Kameradschafts-Unterstützungsvereines Waldzell.

Zur Besprechung gelangen folgende Punkte:

Gestaltung des Festes:

Am Vortag des Festes (2. 7.) ist um 20 Uhr eine Kriegerehrung beim Kriegerdenkmal. Die Musik holt hiezu die Fahnenpatin und Fahne und anschließend den Altobmann Bachmeier.

20 Uhr Kriegerehrung mit Kranzniederlegung

Ausarbeitung des Festprogramms.-

5 Uhr – Weckruf durch die Musik

8 – 9 Uhr: Empfang der Vereine

½ 10 Uhr: Aufstellung zum Kirchenzug

10 Uhr: Festgottesdienst in der Pfarrkirche

14:30 Uhr: Aufstellung zum Festzug

14 Uhr: Festzug

14:30 Uhr: Festrede, Bändererteilung durch die Fahnenpatin, anschließend Defilierung und Auflösung – Konzert in den einzelnen Gasthäusern

 

  1. Die Einladungskarten werden im Mai ausgeschickt und die einzelnen Vereine dabei ersucht, bis längstens 10. Juni zurückzuantworten.
  2. Am Mikrophon wird Herr Dir. Hofpointner die Gäste begrüßen.
  3. Um die Telefone kümmert sich Herr Georg Salhofer.
  4. Die Telefone müssen in Verbindung mit der Festkanzlei stehen, in der sich der Kassier, der Festobmann der Schriftführer und als Läufer Herr Lanz befindet.
  5. Die Tribüne wird beim Gemeindeamt aufgestellt.Ale Ehrengäste werden eingeladen: Der Festredner Herr Landtagsabgeordneter Dr. Kranzlmayr, der Herr Bezirkshauptmann, alle Ehrenbürger der Gemeinde, Herr Dr. Peterlik, Dr. Prihoda, der Herr Bürgermeister, Herr Pfarrer, die Schulleiter beider Schulen, die Fahnenpatin, Herr Inspektor, die Gendarmeriebeamten, Herr Baumeister Mayr und Herr Marschall.

 

 

 

PROTOKOLL,

aufgenommen bei der am 16. 6. 1955 stattgefundenen Sitzung des Kameradschaftsvereines Waldzell.

Jene Mitglieder des Vereines, welche durch ihr Alter nicht mehr gehfähig sind, werden mit Landauern gefahren.

  • Ehrenobmann Bachmeier und Fahnenpatin Strasser
  • Bunzerbauer, Mauthner und Erler
  • Lehner Tischler, Walchetseder und Mühlberger.
  1. Die Landauer stellen Leitner, Mairinger und Bachmeier zur Verfügung.
  2. Pferde von Mauthner, Leitner und Goldberger (Strasser).
  3. Reiter: Tierarzt, Harringer und Hofmann Josef. Die Reiter reiten in Dragoneruniformen, um die Pferde haben sie sich selbst zu kümmern.
  4. Der Fähnrich mit der alten Fahne sowie seine 4 Begleiter marschieren in Veteraneruniform.
  5. Es werden die Bretter für die Bühne von Leitner und Fleischhacker zur Verfügung gestellt. Die Bühne wird vom Baumeister Mayr aufgestellt.
  6. Es werden 14 Stehfahnen (Besorgung durch Mairinger) benötigt.
  7. Die Einladungen an die Ehrengäste werden demnächst ausgeschickt.
  8. Punkte für den Festredner: Gründung des Vereines durch Baumeister Kramer im Jahre 1875 – Militär-Veteranenverein, 1922 – 27 umgetauft auf Heimkehrerbund, nach 1927 wieder Krieger- und Veteranenverein, nach dem 2. Weltkrieg Wiederaufrichtung des Vereines – 1950.
  9. Festlegen der Ehrenjungfrauen und Taferlbuben.
  10. Kassiere: Sattlegger, Seifried (Lenzauer), Weber Josef, Goldberger Josef (Strasser Espp), Wimplinger Georg und Machl (Braster).
  11. Ordner: Lenzbauer (alt), Meier Martin Simandl, Moser Johann, Stockhammer und Bachmeier Franz
  12. Telefonist: Tommerl – Nussbaum, Föderinger, Fingerlinger, Muxeneder und Molkereileiter.


Burgstaller Fritz, Georg Lang

 

PROTOKOLL;

aufgenommen bei der am 21. 2. 1957 abgehaltenen Sitzung des Kameradschaftsvereines Waldzell.

Anwesend sind alle Ausschußmitglieder, es gelangen folgende Punkte zur Besprechung:

  • Die diesjährige Jahreshauptversammlung wird für Sonntag, den 17. 3. 1957 bestimmt.
  • Der Mitgliedsbeitrag wird auf 30,- Schilling erhöht.
  • Durch die hohen Ausgaben bei Festlichkeiten wird ab nun nur mehr die Fahrt oder das Bier – je nach Günstigkeit für den Verein – bezahlt.
  • Es wird bei der Sicherheitsdirektion angesucht, das Tragen des alten Namens „K r i e g e r – u – V e t e r a n e n v e r e i n W A L D Z E L L“ sowie der alten Fahne wieder zu erlauben.
  • Der Ankauf eines neuen Kranzes für Begräbnisse bei Kameraden wird beschlossen.
  • Aufnahme von Neumitgliedern ist nur durch den Ausschuß möglich.
  • Um die Kassen wieder zu füllen, wird in diesem Kalenderjahr ein Familienabend des Vereines abgehalten

Burgstaller Fritz, Georg Lang

 

PROTOKOLL,

aufgenommen bei der am 17. 3. 1957 abgehaltenen Jahreshauptversammlung des Kameradschaftsunterstützuingsvereines Waldzell:

  1. Begrüßung der Mitglieder und Eröffnung der Versammlung durch Obmann Georg Lang.
  2. Geschäftsbericht des Schriftführers über das Jahr 1956.
  3. Kassabericht des Kassiers Sattlegger und Entlastung desselben durch Herrn Aspöck und Salhofer in Nussbaum.
  4. Einstimmig wurde beschlossen:
  • Der Zutritt zum Landesverband des Österreichischen Kameradschaftsbundes wird abgelehnt.
  • Erhöhung des Mitgliedsbeitrages von 20,- auf 30,- Schilling.
  • Änderung des jetzigen Namens „Kameradschaftsunterstützungsverein“ auf den bereits früher getragenen Namen „KRIEGER- und VETERANENVEREIN WALDZELL“

5. Die Mitglieder des Vereines können jederzeit in die Chronik eingetragen werden. Einschreibgebühr: 10,- S


Georg Lang, Burgstaller Fritz (Oberlehrer)

 

PROTOKOLL

aufgenommen bei der am Sonntag, 16. 3. 1958 abgehaltenen Jahreshauptversammlung des Krieger- und Veteranenvereines WALDZELL.

  1. Begrüßung der Mitglieder und Eröffnung der Versammlung durch den Obmann Georg Lang.
  2. Gedenkminute an die seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorbenen Mitglieder Josef Seifried, Pedeck, Mühlberger Mathias, Berer Josef und Guggenberger Georg.
  3. Geschäftsbericht durch den Schriftführer. (Der Verein war auf Kriegertreffen bzw. Denkmalweihen in Frankenburg, Pischelsdorf, Lohnsburg und Polling. Ein Familienfest wurde im Gasthaus Mairinger abgehalten). Verein zählt 110 Mitglieder.
  4. Kassabericht durch den Kassier Sattlegger. Rechtfertigung bzw. Entlastung desselben (Prüfung des Kassabuches und der Belege) durch die Kameraden Martin Muxeneder und Franz Harringer.
  5. Fähnrichwahl. - Da im Jahre 1957 der Fähnrich Seifried starb, wurde Johann Hargassner als Fähnrich und Martin Maier als dessen Stellvertreter gewählt.
  6. Allfälliges: a.) Bei Begräbnissen oder wenn der Verein zu sonstigen Anlässen ausrückt, haben die Kameraden die Fahne zu grüßen, bevor sie sich dem Zug anschließen bzw. in diesen eintreten.
    b.) Werben von Neumitglieder, diese werden dann auf Beschluß des Ausschusses aufgenommen. Bei der Sicherheitsdirektion wird auf Beschluß des Ausschusses demnächst ersucht werden, den in den Statuten im Jahre 1945 gestrichenen Punkt bzw. § zwecks Neuaufnahme wieder einzusetzten, damit die Soldaten des jetztigen Bundesheeres nach ihrer Abrüstung dem Krieger- und Veteranenverein beitreten können
    c.) Bei Begräbnissen haben am Opfergang alle Mitglieder geschlossen teilzunehmen.
  7. Der Obmann dankte am Schlusse allen Mitgliedern des Vereines für ihr Erscheinen und ersuchte sie, auch weiterhin bei Ausrückungen so voll mitzuwirken wie bisher..



PROTOKOLL

aufgenommen bei der am 15. 3. 1959 abgehaltenen Jahreshauptversammlung des Krieger- und Veteranenvereines Waldzell.

  1. Eröffnung der Versammlung und Begrüßung der Mitglieder durch den Obmann Georg Lang.
  2. Gedenkminute (+. Lehner Johann, Aigner Johann, Hattinger Johann, Spindler Franz)
  3. Bericht des Schriftführers. Der Verein zählt momentan einhundert Mitglieder. Er war auf Kriegerfesten und Veranstaltungen in Riedau und Eberschwang.
  4. Kassabericht durch den Kassier Karl Sattlegger. (der Verein hat sich finanziell etwas erholt)
  5. Überprüfung der Kassagebahrung und Entlastung des Kassiers durch Franz Schober, Harringer und Aspöck.
  6. Vom Ausschuß des Vereines wird allgemein gewünscht, daß der Vereinshut wirklich nur zu Vereinszwecken getragen wird. Zwecks Anschaffung einer Uniform wurde debattiert, man ist jedoch zu keiner Einigung gekommen.
  7. Da der alte Trommler des Vereines starb, lernen nun die beiden Vereinsmitglieder Moser Johann und Weber in Hackstraß das Trommeln.
  8. Neuaufnahmen (bes. Reservisten des Bundesheeres meldeten ihren Zutritt zu dem Verein).
  9. Allfälliges: Hier wurde hauptsächlich wegen der Uniformierung debattiert. Die Abhaltung eines Vereinsballes wurde vorgeschlagen, wurde aber mit Stimmenmehrheit abgelehnt.
  10. Dank an die Mitglieder für ihre Kameradschaft und Zusammenarbeit und Schließung der Jahreshauptversammlung durch den Obmann des Vereines Georg Lang.

 

 

PROTOKOLL

aufgenommen bei der am 27. 3. 1960 abgehaltenen Jahreshauptversammlung des KRIEGER- und VETERANENVEREINS W a d z e l l.

  1. Eröffnung der Versammlung und Begrüßung der Mitglieder durch den Obman Georg Lang.
  2. Gedenkminute (im vergangenen Jahr starben die Kameraden Josef Strasser und Josef Buttinger).
  3. Bericht des Schriftführers (in Vertretung -Karl Sattlegger)
    a.) Verlesung des Protokolls von 1959
    b.) Mitgliederstand - 113
    c.) Der Verein war am 12.7.1959 beim 60jähr.-Gründungsfest in Aspach, am 20.9.1959 bei der Kriegerdenkmalenthüllung in Pram, weiters wurde am Fronleichnamstag, am 8. September und beim Begräbnis der beiden obgenannten Kameraden ausgerückt.
  4. Kassenbericht durch den Kassier Karl Sattlegger. - Der Verein hat sich finanziell etwas erholt.
  5. Überprüfung der Kassengebahrung und Entlastung des Kassiers durch Josef Aspöck und Johann Schatzl. Der jährliche Mitgliedsbeitrag bleibt weiterhin 30,- S.
  6. Allfälliges: Außer dem Mitgliedsbeitrag werden 2,- S für das Einsagen bei Begräbnissen kassiert. Bei Begräbnissen von Kameraden mögen Träger zum Trauerhaus kommen. Bei Todesfällen muß der Verein verständigt werden, ob den Verstorbenen Vereinsmitglieder tragen sollen. Bei Begräbnissen von Kameraden vom "Wald" wird mit der Fahne bis zum Kellerwirt marschiert.
  7. Kriegerdenkmal: Da ein neues Kriegerdenkmal gebaut werden bzw. das Alte resauriert werden soll, wurden auch dahingehende Besprechungen gepflogen. Die allgemeine Meinung war, daß hier die beiden Vereine zusammenarbeiten sollen. Zum Komitee dafür wurden einstimmig gewählt: Georg Lang und Karl Sattlegger.
  8. Schließung der Jahreshauptversammlung durch Georg Lang. :

 

Hier das Original - Protokoll aus dem Jahre 1961;

 

 

PROTOKOLL

aufgenommen bei der am 23. 3. 1962 stattfindenen Jahreshauptversammlung des Krieger- und Veteranenvereines Waldzell.

  1. Der Obmann Georg Lang eröffnet die Versammlung und begrüßt die erschienenen Mitglieder, insbes. den Obmann des Vereins der Kriegsmedaillenbesitzer Ricker aus Ried und den Bürgermeister Michael Lang und gratuliert diesem im Namen des Vereines zu seiner Ernennung als Ökonomierat.
  2. Gedenkminute. - Der Obmann ersucht die Anwesenden, sich von den Sitzen zu erheben und der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder - Meier Martin, Mayr Josef, Huber Ludwig, Wallerstorfer und Kirchsteiger - zu gedenken.
  3. Kassenbericht durch Kassier Karl Sattleggerund dessen Entlastung durch die Überprüfer Muxeneder und Seifried.
  4. Referat des Obmannes der Tapferkeitsmedaillenbesitzer der Ortsgruppe Ried, Oberinspektor Rickert.
  5. Neuwahlen: Bei den Neuwahlen wurden mit wenigen Ausnahmen die alten Ausschußmitglieder gewählt, und zwar:
    Obmann; Georg Lang
    Obmannstellvertreter: Johann Stockhammer (Oiberl)
    Schriftführer: Moser Johann jun.
    Kassier: Karl Sattlegger
    Kassierstellvertreter: Gottfried Steinberger
    Rottenführer: Franz Helm
    Rottenführerstellvertreter: Rudolf Goldberger
    Fähnrich: Johann Hargassner
    Stellvertreter: Georg Seifried
    Vereinsdiener: Martin Meier

    Es ergaben sich somit nur Änderungen bei der Stelle des Obmannstellvertreters und des Schriftführers, bzw. dessen Stellvertreters.
  6. Neuaufnahmen
  7. Der Obmann dankt für das entgegengebrachte Vertrauen und schließt die Versammlung.

Georg Lang


PROTOKOLL

aufgenommen bei der am 24. 3. 1963 stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Krieger- und Veteranenvereins Waldzell.

Der Obmann Georg Lang eröffnet die Versammlung und begrüßt die erschienen Mitglieder.

Der Obmann schaltete eine Gedenkminute für die, die im abgelaufenen Jahr verstorben sind.
Es sind: Johann Steinbacher, Dr. Mayrhofer, Johann Gruber Brunnenmacher

Der Obmann beauftragte den Kassier, das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung zu verlesen und den Geschäftsbericht zu erstatten.

Verlesung des Kassenberichtsdurch den Kassier. Es wurde festgestellt, daß sich die finanzielle Lage des Vereines gebessert hat. Martin Muxeneder und Johann Lanz überprüften die Kassenführung und wurde als richtig befunden. Der Obmann erteilte dem Kassier die Entlastung.

Als Mitgliedsbeitrag wurde wieder der Betrag von S 30,- festgesetzt und für einsagen pro Todesfall S 1,-

Unter Punkt "Allfälliges" wurden keine besonderen Probleme aufgeworfen, als eventuell fotografieren des Vereines.

Neu aufgenommen wurden in den Verein Martin Hohensinn und Georg Mairinger als unterstützenedes Mitglied.

Der Obmann dankte den erschienen Mitgliedern und schloß die Versammlung.

Georg Lang

PROTOKOLL

aufgenommen bei der am 1. 3. 1964 stattfindenden Jahreshauptversammlung des Krieger- und Veteranenvereins W a l d z e l l.

Der Obmann Georg Lang eröffnete die Versammlung und begrüßte die erschienenen Mitglieder, insbesonders den Bürgermeister Ökr. Michael Lang.

Der Obmann schaltet eine Gedenkminute für die, die im abgelaufenen Jahr verstorben sind, ein. Es sind dies: Georg Straßer (Drescher), Anton Heftberger (Strohdecker) und Johann Aigner (Fingerlinger).

Der Obmann beauftragte den Schriftführer, das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung zu verlesen. Anschließend folgte der Geschäftsbericht durch den Kassier, welcher nicht sehr umfangreich war.

Aus dem Kassenbericht war zu entnehmen, daß sich die finanzielle Lage etwas verschlechtert hat. Georg Hermandinger und Johann Bachmaier überprüften die Kassenführung, und wurde als richtig befunden. Der Obmann erteilte darauf dem Kassier die Entlastung.

Als Mitgliedsbeitrag wurde wieder der Betrag von S 30,- festgesetzt, aber das Einsagen pro Todesfall von S 1,- auf S 2,- erhöht.

Das 90-jährige Gründungsfest, welches heuer fällig ist, wurde nach lebhafter Debatte einstimmig angenommen.

Die Uniformierung des Vereines wurde ebenfalls einstimmig beschlossen. Vorerst wird nur der Stoff für 10 Blusen gekauft, weiterer Stoff erst nach dem Fest. Die alten Blusen, welche dem Verein zur Verfügung gestellt wurden, werden gereinigt und auch ausgeteilt.

Für die "Schwarzes-Kreuz-Sammlung" am Allerheiligentag werden nach einer vorhergehenden Ausschußsitzung 6 Mann bestimmt. Falls einer der bestimmten Männer nicht Zeit hat, muß er sich selber einen Vertreter suchen.

Eine Zusammenlegung der Kriegerehrung sämtlicher Vereine wurde vorgeschlagen. Es entstand sofort eine lebhafte Debatte. Schließlich kam man zu dem Entschluß, den 1. Sonntag im Mai vorzuschlagen.

Ebenfalls wurde das Fotografieren des Vereines mit anschließender Besichtigung der Brauerei Ried beschlossen.

Wenn zu Festen mit PKW fortgefahren wird, kann der Fahrer, je nach Ermessen, ein Fahrgeld von jedem Mitfahrer kassieren.

Als Überraschung wurde bei den Mitgliedern die plötzliche Niederlegung der Obmannstelle von Georg Lang aufgenommen. Lang mußte dies aus gesundheitlichen Gründen tun.
Als neuer Obmann wurde gewählt: Johann H a r g a ß n e r, Hauslbauer in Bleckenwegen.
Fähnrich: Martin M e i e r, Hacksperr
Fähnrich Stellvertreter: Franz M ü h l e c k e r, Schreimoser in Schratteneck.
Alle übrigen Posten blieben unverändert.

Johann Hargaßner dankte den Mitgliedern für seine Wahl zum Obmann und bat sie gleichzeitig, ihm ebenfalls das volle Vertrauen wie seinem Vorgänger zu schenken. Anschließend dankte Obmann Hargaßner seinem Vorgänger Lang für die 10-jährige Tätigkeit als Obmann im Verein und bittet ihn, ebenfalls weiterhin im Verein aktiv mitzuwirken.

Neu aufgenommen wurden 14 Jungreservisten in den Verein.

Der Obmann dankte den erschienenen Mitgliedern und schloß die Versammlung.


Dieses Foto ("Gründungsmitglieder") stammt ebenfalls aus dem Jahre 1964: